Contxt und museumPro.ch: Welche Lösung passt zu Ihrem Haus?
Contxt und museumPro.ch richten sich beide an Einrichtungen, die Sammlungen dokumentieren. Beim Betrieb gibt es einen wichtigen Unterschied: Contxt nennt Schweizer Infrastruktur, museumPro für sein Online-Angebot Aachen in Deutschland. Daneben bietet museumPro eine lokale Einzelplatzversion. Diese Wahl gehört ebenso in den Vergleich wie Erschließung, Veröffentlichung und Kosten.
01 / Auf einen Blick
Den angebotenen Betrieb mitvergleichen.
Auf kleinen Bildschirmen lässt sich die Tabelle seitlich verschieben.
| Kriterium | Contxt | museumPro.ch |
|---|---|---|
| Geeignete Einrichtungen | Kleine bis große Häuser | Museen, Galerien, Nachlässe, Privat- und Firmensammlungen; benötigte Abläufe prüfen |
| Sammlungsmodell | Verknüpfte Sammlungsdaten und kuratorische Inhalte | Module für Fotos, Kunst, Objekte und Bibliografie |
| Technik / Betrieb | Gehostete Plattform im Browser | FileMaker-basiert; Online-Angebot oder lokaler Einzelplatz; auch Browserzugang |
| Hosting-Standort | Zürich, Schweiz; zweiter Schweizer Backup-Standort | Online: Aachen, Deutschland; Einzelplatz: eigener Rechner |
| Automatischer Normdatenabgleich | Automatische Vorschläge mit fachlicher Freigabe beschrieben | Gleichwertiger nativer Ablauf in den geprüften Quellen nicht belegt |
| Öffentliche Sammlung | Integrierte mehrsprachige Veröffentlichung beschrieben | Webgalerie aus ausgewählten Sammlungsdatensätzen; Mehrsprachigkeit prüfen |
| Preismodell | Abonnement je bearbeitendem Nutzer | Veröffentlichte Modullizenzen plus Online-Hosting; Webgalerie zusätzlich |
| Open Source | Öffentliche Freigabe steht aus | Nein |
Der Vergleich unterscheidet zwischen Online-Angebot und Einzelplatzversion von museumPro. Funktionen und Kosten hängen von Modulen und Ausgabe ab. Nicht belegte Normdaten- oder Sprachabläufe sollten vorgeführt werden; daraus folgt keine grundsätzliche Unmöglichkeit.
02 / Eignung
Der Museumsalltag entscheidet.
Was für museumPro spricht
Die Produktbeschreibung von museumPro dokumentiert die Entwicklung mit Schweizer Museen und die Bereiche Fotos, Kunst, Objekte und Bibliografie. Das Angebot richtet sich auch an Galerien, Nachlässe und andere Sammlungen. Daraus lässt sich keine geringere Eignung für Museen ableiten.
Für ein Haus, das einen modularen Katalog und Erfahrung mit dem örtlichen Museumsumfeld sucht, ist museumPro prüfenswert. Nehmen Sie ein Objekt mit Bildern, einer Künstlerverknüpfung und einem Literaturbeleg in die Vorführung mit. Lassen Sie diejenigen Formulare, Begriffe und Ausgaben beurteilen, die später damit arbeiten werden.
FileMaker sachlich bewerten
museumPro basiert auf FileMaker und ist online oder als lokale Einzelplatzlösung erhältlich. Für den vollständigen Arbeitsalltag empfiehlt die Dokumentation den FileMaker-Client; ein Browserzugang ist ebenfalls möglich. Klären Sie die vorgesehenen Geräte und welche Tätigkeiten in welcher Oberfläche unterstützt werden.
Die technische Grundlage belegt weder schwache Berechtigungen noch fehlende Historie oder verschlossene Daten. museumPro beschreibt Rollen und Exportfunktionen. Prüfen Sie konkret: Wer darf eine Zuschreibung ändern, eine Liste exportieren, ein Bild veröffentlichen oder administrative Einstellungen bearbeiten? Das hilft bei der Auswahl mehr als ein Urteil über das Alter der Technik.
Wann Contxt infrage kommt
Contxt richtet sich an kleine bis große Einrichtungen, die Sammlungsdaten, Forschung, kuratorische Unterlagen und Veröffentlichung verbinden möchten. Der Ansatz ist vor allem dort interessant, wo manuelle Bereinigung und wiederholte Aufbereitung öffentlicher Inhalte zu Rückständen führen.
Bei einem kleinen Museum muss der Nutzen zur Zahl der kostenpflichtigen Bearbeiter passen. In einem großen Haus gehören differenzierte Zuständigkeiten und anspruchsvolle Abläufe in die Prüfung. Contxt kommt für beide Größenordnungen infrage; die Abnahmekriterien müssen jedoch zum jeweiligen Haus passen.
03 / Daten & Vermittlung
Datenpflege und Veröffentlichung praktisch prüfen.
Normdatenabgleich und Altdaten
Contxt beschreibt automatische Abgleich- und Ergänzungsvorschläge mit fachlicher Freigabe. Lassen Sie die benötigten Anbindungen an GND, SIKART, Getty ULAN und Wikidata zeigen, einschließlich eines mehrdeutigen Namens, der ungeklärt bleiben sollte.
Die geprüften museumPro-Seiten belegen keinen gleichwertigen nativen Abgleich. Die Dokumentation beschreibt jedoch Museumsterminologie und Exportfunktionen, die eigenständig zu bewerten sind. Geben Sie beiden Anbietern doppelte Künstlerdatensätze, unterschiedliche Ortsnamen und widersprüchliche Datierungen vor. Messen Sie den Prüfaufwand, nicht nur die Importgeschwindigkeit.
museumPro veröffentlicht direkt aus der Sammlung
Die Webgalerie von museumPro macht ausgewählte Datensätze aus der Sammlungsdatenbank öffentlich. Sie lässt sich mit einer vorhandenen Website verlinken oder dort einbetten. Die pauschale Annahme, alle Inhalte müssten in einem getrennten Katalog erneut erfasst werden, trifft deshalb nicht zu.
Contxt beschreibt eine integrierte mehrsprachige Veröffentlichung. Ein gleichwertiger Ablauf zur Sprachverwaltung ist in den geprüften museumPro-Unterlagen nicht belegt. Testen Sie einen deutschen Datensatz mit englischer oder französischer Fassung: getrennte Sprachwerte, Suche, Freigabe und spätere Korrekturen. Klären Sie auch den Aufwand für zusätzliche Sprachen.
Forschung bei der Übernahme erhalten
Lassen Sie denselben Testbestand zuordnen: alte Kennungen, Literaturbelege, Bildrechte und Verknüpfungen zwischen Datensätzen. Vereinbaren Sie, wie nicht übernommene Felder und unvollständige Beziehungen ausgewiesen werden. Der Originalexport muss erhalten bleiben, damit sich fragliche Umwandlungen nachprüfen lassen.
Bei einem bestehenden museumPro-System zählen eingespielte Formulare, Schulung und öffentliche Webgalerie-Adressen zu den Wechselkosten. Eine Umstellung lässt sich besser begründen, wenn sie ein messbares Problem löst. Beim Aufbau eines neuen Katalogs stehen Datenvorbereitung und eine gemeinsame Erfassungspraxis stärker im Vordergrund.
04 / Hosting & Kosten
Der Hosting-Unterschied lässt sich klar benennen.
Contxt in der Schweiz, museumPro online in Deutschland
Contxt nennt für seinen gehosteten Dienst verschlüsselte Infrastruktur in Zürich und Datenbank-Backups an einem zweiten Schweizer Standort. Für Häuser, die Schweizer Hosting wünschen, ist das ein konkreter Grund, Contxt zu prüfen.
museumPro nennt in seiner veröffentlichten Preisliste Aachen in Deutschland als Hosting-Standort des Online-Angebots. Die Einzelplatzversion läuft auf dem eigenen Rechner; für die Sicherung ist die Einrichtung zuständig. Ein Schweizer Anbieter bedeutet also nicht automatisch Schweizer Hosting. Lassen Sie die Standorte für Dateien, Backups, öffentliche Angebote und externe Verarbeitung ausdrücklich im Angebot klären.
museumPro veröffentlicht konkrete Preise
Die Preisliste vom Juni 2026 nennt für ein vollständiges Online-Modul einmalig CHF 1.970 Lizenzkosten und CHF 980 jährliches Hosting für den ersten Mitarbeitenden. Weitere Mitarbeitende kosten CHF 190 pro Jahr. Für das erste Modul der vollständigen Webgalerie kommen CHF 600 Einrichtung und CHF 300 jährlich hinzu. Die Preise verstehen sich ohne Mehrwertsteuer.
Ein vollständiges Online-Modul mit einem Mitarbeitenden und der ersten Webgalerie ergibt damit CHF 3.850 im ersten Jahr. Danach fallen für diese Hosting- und Galeriepositionen zusammen CHF 1.280 jährlich an, vor weiteren Leistungen oder Preisänderungen. Datenübernahme, zusätzliche Module und Schulung können die Summe verändern. Die veröffentlichten Positionen ermöglichen einen wesentlich genaueren Vergleich als die Angabe „Preis auf Anfrage“.
Dieselben Aufgaben und Nutzer durchrechnen
Contxt nennt CHF 135 je bearbeitendem Nutzer und Monat bei jährlicher Abrechnung oder CHF 150 bei monatlicher Zahlung, ohne Mehrwertsteuer. Kostenlose Gäste dürfen nur lesen, nicht bearbeiten oder freigeben. Ein jährliches Abonnement für einen Bearbeiter kostet damit CHF 1.620, vor gesondert vereinbarter Einführung.
Die Beträge stehen für unterschiedliche Pakete. Vergleichen Sie benötigte Module, Bearbeiterzahl, Veröffentlichung, Betreuung und Gesamtkosten über fünf Jahre. Ein bestehendes museumPro-System kann attraktive laufende Kosten haben. Contxt muss den Nutzen seiner vernetzten Abläufe und seines Hostings für Ihr Haus zeigen. Die öffentliche Open-Source-Freigabe steht noch aus; sie ist heute keine bereits verfügbare Alternative für den Eigenbetrieb.
05 / Häufige Fragen
Wird museumPro.ch in der Schweiz gehostet?
Die Preisliste vom Juni 2026 nennt Aachen in Deutschland für das Online-Angebot. Daneben gibt es eine lokale Einzelplatzversion. Contxt nennt Infrastruktur in Zürich und einen zweiten Schweizer Standort für Backups.
Bietet museumPro eine Online-Sammlung?
Ja. Die Webgalerie veröffentlicht ausgewählte Sammlungsdatensätze und lässt sich verlinken oder in eine vorhandene Website einbetten. Sprachverwaltung und redaktionelle Abläufe sollten konkret geprüft werden.
Sind die museumPro-Preise öffentlich?
Ja. museumPro veröffentlicht Lizenz-, Hosting- und Webgaleriepreise. Die Gesamtkosten hängen von Modulen, Ausgabe, Nutzerzahl und zusätzlichen Leistungen ab.
Benötigt museumPro FileMaker?
museumPro basiert auf FileMaker; die entsprechende Client-Lizenz ist laut Anbieter in den Angeboten enthalten. Ein Browserzugang ist ebenfalls möglich. Für den vollständigen Arbeitsalltag empfiehlt der Anbieter den Client.
Welche Lösung gleicht Normdaten automatisch ab?
Contxt beschreibt automatische Vorschläge mit fachlicher Prüfung. Ein gleichwertiger nativer Abgleich ist in den geprüften museumPro-Seiten nicht belegt. Lassen Sie die benötigten Normdateien und mehrdeutigen Datensätze vorführen.
Welche Lösung passt zu einem kleinen Schweizer Museum?
museumPro kann für einen vertrauten modularen Katalog mit attraktiven laufenden Kosten passen. Contxt ist prüfenswert, wenn Schweizer Hosting, automatisierte Datenpflege und mehrsprachige Veröffentlichung wichtig sind. Entscheidend sind ein Probelauf und die Gesamtkosten für das tatsächliche Bearbeitungsteam.
Quellen und Produktunterlagen · Stand: 8. September 2026